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Vorstandswahlen 2019 beim DIIR oder wie vererbe ich einen Posten

Über den bedauerlichen Umgang mit Silvia Puhani

Das DIIR lädt mit seiner Mail vom 10.10.2019 zur Mitgliederversammlung und Wahl der Vorstände und Verwaltungsräte. Es gehörte bislang zur üblichen Praxis, dass Vorstandsmitglieder, die nicht ausscheiden wollen oder müssen, regelmäßig zur Wiederwahl vorgeschlagen werden. Das ist nun im Fall von Silvia Puhani anders. Der geneigte Revisor fragt sich natürlich, warum das so ist und warum sie wiederum nur an nicht-prominenter Stelle als Kandidatin, die ein Mitglied vorgeschlagen habe, auftaucht, als ob es ihre Tätigkeit im Vorstand in den letzten Jahren nicht gegeben hätte.

Puhani war und ist im Vorstand des Instituts Exotin, weil sie a) weiblich ist, b) nicht aus einem der das Institut dominierenden Großkonzerne kommt, c) jünger ist als die Runde der älteren Herren im Vorstand und d) für einen CoC eintritt. Insbesondere der letzte Punkt ist interessant, denn das IIA wünscht von seinen Satellitenorganisationen, zu denen das DIIR ja gehört, die Einführung eines solchen Codes. Die Anforderungen stellen keine Zumutung dar, wie man nachlesen kann.

Möglicherweise aber sind die Forderungen nach Diversität in Leitungsfunktionen (d.h. Frauen, Vertreter von KMUs usw.) eine Zumutung? Möglicherweise müsste damit die vom DIIR praktizierte Quasivererbung von Vorstandsposten aufgegeben werden, denn es wird auch eine Begrenzung der Amtszeiten gefordert. All das sind Dinge, die zu guter Corporate Governance gehören.

Die Mitglieder des Instituts sind gut beraten, ihre Stimmberechtigungen auszuüben und nach eigenem Gewissen zu entscheiden. Eine Unterdrucksetzung darf es nicht geben, und die antiquierte Governance des Instituts gehört aufpoliert und an den Stand der Technik angepasst. Immerhin schreiben wir bald das Jahr 2020.