IHK-Magazin Wirtschaft Juni 2008: Unternehmensführung
Susanne Grässle schreibt für The AuditFactory in der neuesten Ausgabe der IHK-Zeitschrift Magazin Wirtschaft (6/2008) über Anti Fraud Management Systeme im Mittelstand.
Anti Fraud Management Systeme haben das Ziel, dolose Handlungen innerhalb einer Organisation zu verhindern, aufzudecken und aufzuarbeiten. Daraus entwickeln sich drei Kernprozesse: Prävention, Aufdeckung und Aufarbeitung. Diese können untereinander in Wechselwirkung stehen, Synergien entwickeln und sollten sich im Idealfall ergänzen. Durch den kontinuierlichen Informationsrückfluss kann das System stets aus sich selbst lernen und sich verbessern.
Die Hauptursachen für Fraud und seine oft jahrelange ungestörte Existenz sind hauptsächlich die geringe Entdeckungs- und Anzeigewahrscheinlichkeit, mangelhafte Kontrollen und die fehlende Ächtung doloser Handlungen.
Dies berücksichtigend, empfiehlt The AuditFactory die Konzentration auf die Steigerung der Aufdeckungswahrscheinlichkeit, um damit auch die Dauer von Fraud zu verkürzen. Hier wird Hinweisgebersystemen in der Praxis eine große Bedeutung zugeschrieben.
Allerdings reichen diese nicht aus, um die Vielfalt von dolosen Handlungen aufzudecken. Deshalb ist ein Mix an Aktivitäten aus allen drei Kernprozessen Prävention, Aufdeckung und Aufarbeitung empfehlenswert.
Gerade im Mittelstand aber, der häufig nicht die personellen Kapazitäten für aufwändige Systeme hat, ist die Frage nach einer der Organisation angemessenen Ausgestaltung essentiell wichtig. Beraterische Schaumschlägereien sind dort nicht gewünscht, es geht um praktikable und wirksame Umsetzung von Präventions-, Aufdeckungs- und Aufarbeitungsmaßnahmen.
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