The AuditFactory Newsletter 11/12 2011
 

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dies ist der Newsletter von The AuditFactory mit aktuellen Informationen zu Themen aus dem Bereich Internal Audit und Forensic Services.

 
  Inhaltsübersicht:
   
Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr
Interne Revision für auf die Ohren
Reform der Wirtschaftsprüferbranche
 
 

Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr

 
 

wünschen wir allen Lesern unseres Newsletters. Wir bedanken uns bei unseren Mandanten, freuen uns über die zahlreichen neuen Geschäftspartner und bedauern alle, die es bislang noch nicht bis zu uns geschafft haben.

Ein Jahr ist vergangen, und wir fragen uns, wo es geblieben ist. Für TAF war es erfolgreich, und auch ein wenig ungewöhnlich, weil wir diesmal den größeren Teil unseres Umsatzes im Bereich der Forensic Services getätigt haben. Drei forensische Prüfungen, davon eine im Ausland mit in der Spitze acht beteiligten IT-Spezialisten, Senior Managern Forensic und Wirtschaftsprüfern haben uns auf Trab gehalten...

Zahlreiche Projekte unterschiedlichster Art prägten das Jahr: Eine Korruptionsrisikoanalyse bei der Stadt Stuttgart, ein Gutachten für die Kapazität der Revision, verschiedene internationale Beteiligungs- und Prozessprüfungen waren durchzuführen.

Auch in 2012 bleibt es spannend: Der noch unbelegte Button unten rechts mit der TAF-Datenbank für Expertenwissen wird mit Leben erfüllt. Das E.Learning wird ausgebaut, nachdem wir mit der Technik nun so weit sind. Sie sehen: Es lohnt sich, den Newsletter weiter lesen.

Machen Sie es gut, schalten Sie Ihr Handy aus und genießen Sie ein paar ruhige und besinnliche Tage.

 

Interne Revision für auf die Ohren

 
 

gibt es in einem Podcast, den Elmar Schwager aufgezeichnet hat. Sie können fünf Minuten zum Thema mit geschlossenen Augen und offenen Ohren hören.

Hier geht es direkt zum Podcast...

 

Reform der Wirtschaftsprüferbranche

 
 

EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier macht ernst mit der geplanten Reform der Wirtschaftsprüferbranche. Gegen seine Pläne, die die Geschäfte der großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (WPs) empfindlich beschneiden würden, laufen KPMG, Deloitte und Co. nun Sturm. Nach der Vorstellung Barniers sollen die WPs nicht mehr in ein und demselben Unternehmen als Wirtschaftsprüfer und als Unternehmensberater auftreten. Die sich in der Praxis realisierenden Interessenkonflikte würden damit ausgeschaltet und an der Unabhängigkeit der Prüfer kämen keine Zweifel mehr auf. Problematisch ist das Risiko, dass keine objektive Prüfung mehr möglich sei, da die Unternehmen lukrativere Beratungsaufträge durch zu kritische Prüfungen nicht verlieren wollten oder dass bei forensischen Prüfungen die Leistung der Abschlussprüfer, das Nicht-Entdecken von Fraud, ausgeklammert würde.

Das Oligopol der angelsächsischen Prüfungskonzerne ist problematisch im Hinblick auf einen freien und fairen Wettbewerb unter den WPs; er läge aber im Interesse der Wirtschaft. Barnier sieht verschiedene Möglichkeiten, um das Oligopol in bestimmten Marktsegmenten aufzubrechen und neuen Akteuren den Zugang zu erleichtern:

  • Die Festlegung von Obergrenzen für den Marktanteil einer Prüfungsgesellschaft
  • Verpflichtende Joint Audits
  • Die Einführung eines „Europäischen Passes für Jahresabschlussprüfer“
  • Um einer Überregulierung vorzubeugen kündigte Barnier an, mittelständische Unternehmen von Regelungen für börsennotierte Unternehmen auszunehmen.

Ausschlaggebend für diese Reform war die Finanzkrise, in die auch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaften zumindest indirekt verwickelt waren. Sie hatten die Bilanzen vieler Banken testiert, die wenig später vom Steuerzahler gerettet werden mussten - Ernst & Young etwa war bei der Pleite-Bank Lehman Brothers verantwortlicher Prüfer.

Erwogen wird nun, Prüfungen künftig immer von zwei Gesellschaften durchführen zu lassen – wobei einer der Prüfer nicht von den Marktführern kommen soll. Laut Barnier spielen die Wirtschaftsprüfer eine zentrale Rolle auf den Märkten, weshalb die Akteure auf den Märkten ihnen vertrauen können müssen.

Die Branche läuft allerdings – Überraschung, Überraschung – Sturm gegen diese Pläne, sie befürchten eine Überregulierung. Der Vorstandssprecher des deutschen Instituts der Wirtschaftsprüfer, Klaus-Peter Naumann geht sogar so weit, dem Kommissar vorzuwerfen, er wolle nicht die Abschlussprüfung auf der Grundlage der Erfahrungen aus der Finanzmarktkrise qualitativ weiterentwickeln, sondern den Prüfungsmarkt nach seinen Vorstellungen und auf Kosten der prüfungspflichtigen Unternehmen umgestalten.

Die mittelständischen WP-Gesellschaften stehen Barniers Plänen allerdings positiv gegenüber. Mit der Reform kann der stetigen Konzentration im Prüfungsmarkt, die die Unabhängigkeit von Prüfungsgesellschaften beeinträchtigt, entgegengewirkt wird. Peter Bömelburg von Rödl & Partner etwa ist von Barniers Ideen darum angetan, weil mit der Anhörung zum „Grünbuch“ ein einmaliges Forum geschaffen wurde, um den Berufsstand in seiner ganzen Breite über die Reformvorschläge diskutieren zu lassen.

Die unkritische Übernahme von Prüfungsanforderungen aus der angelsächsischen Praxis, die durch die großen, angelsächsischen Prüfungsorganisationen auch bewusst betrieben wurde, hat die Berufsausübung der Wirtschaftsprüfer massiv verändert. Zulasten echter Beratung wird die Bürokratie der Prüfungsdokumentation aufgebläht. Diese Entwicklung diene vorrangig den Interessen der Kapitalmärkte und den Einkommensinteressen der angelsächsischen Prüfungsorganisationen, aber nicht den Interessen der deutschen Wirtschaft. Herr Barnier sollte laut Bömelburg dafür sorgen, freie Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Dann wird sich gute Qualität gegen Oligopolstrukturen durchsetzen.

Auch die unterschiedliche Vorgehensweise der Wirtschaftprüfer spielt eine Rolle. Bei Prüfungsgesellschaften europäischer Prägung hat die Eigenverantwortung des Wirtschaftsprüfers höchste Priorität. Während bei den angelsächsischen Rechnungslegungsstandards der minimalinvasive Prüfungsansatz ausgeführt wird. Dieser prägt auch immer stärker die Bilanzierung in Europa und drängt die Eigenverantwortung des Wirtschaftsprüfers immer mehr in den Hintergrund.

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verantwortlich für den Inhalt dieses Newsletters:
Elmar Schwager
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