The AuditFactory Newsletter 05/09
 

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dies ist der Newsletter von The AuditFactory mit aktuellen Informationen zu Themen aus dem Bereich Internal Audit und Forensic Services.

 
  Inhaltsübersicht:
   
Das Netzwerk stellt sich vor: Wolfgang W. Fricke
Stichwort aus dem Glossar: Management Override
Neuer KurzVerriss: ERM in Krisenzeiten
Interne Revision im Krankenhaus
Klein aber oh Gott oder können Kleinrevisionen professionell sein?
Auszug aus dem Kurzinterview mit Ulrich Hannemann
 
 

Das Netzwerk stellt sich vor: Wolfgang W. Fricke

 
 

Wolfgang Fricke hat sein Studium zum Dipl. Wirt. Ing. für Transportwesen 1980 in Bremerhaven abgeschlossen und hatte seine erste Anstellung in Hamburg bei einem Ingenieurbüro für Lager-, Fördertechnik- und Sonderanlagenbau.

Nach acht Jahren der Festanstellung mit internationalen Aufgaben in der Leitung von Projekten kam ein fast ebenso langer Abschnitt der Selbständigkeit mit einem eigenen Ingenieurbüro in denselben Fachgebieten.

Dann wechselte er zur Deutschen Bahn AG als Leiter der Technik- und Baurevision. Diese hat er komplett neu aufgebaut und die Technikrevision acht Jahre geleitet. Hier war er im Bereich Technik und Bau (Bau drei Jahre) verantwortlich für die jährlichen Revisionsprogramme, die Erstellung von jährlichen Risikoeinschätzungen, die fachliche Führung der Regionalbüros sowie die Berichterstattungen gegenüber den Vorständen.

Darüber hinaus war Herr Fricke für Compliance – Sachverhalte in den technischen Bereichen des Konzerns verantwortlich und hat ferner Inhouse-Consulting-Aufträge durchgeführt.

Danach hat Herr Fricke in der Deutschen Bahn AG ein großes Projekt zur Beschaffungskostensenkung und Optimierung der Einkaufsprozesse geleitet. Dieses Projekt hat bis zu seiner Überführung in die Linienorganisation des Konzerneinkaufes ein Einsparpotential von über 400 Mio. Euro realisiert. Ähnliche Projekte schlossen sich an.

Herr Fricke verfügt über praxisorientiertes Compliancewissen, sehr umfassende Revisionserfahrungen im Bereich Technik und Bau sowie der kaufmännischen Revision, ferner sehr vielschichtige Erfahrungen in der Leitung von Projekten unterschiedlichsten Inhaltes und Budgetumfängen.

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Stichwort aus dem Glossar: Management Override

 
 

Unser Glossar wächst weiter. Mittlerweile finden Sie dort 110 der wichtigsten Begriffe aus den Bereichen Interne Revision und Wirtschaftskriminalität. Wir greifen heute den Begriff des Management Overrides heraus.

Management Override:

In der wörtlichen Übersetzung etwa ein sich Hinwegsetzen von Führungspersonen über einen definierten Ablauf, häufig unter Umgehung von Kontrollmechanismen. Beispielsweise sind häufig anzutreffende Management overrides Beschaffungsvorgänge ohne die Einbindung der Einkaufsfunktion. In der Folge lassen sich oftmals korruptive Vorgänge feststellen.

Management override stellt im Rahmen der Korruptionsbekämpfung ein Problem dar, wenn keine Überwachungseinrichtung wie die Interne Revision vorhanden ist, die ein solches Hinwegsetzen über Kontrollen erkennen und ausschalten können. Ein besonderes Risiko stellt ein MO bei Beteiligungen dar.

Hier geht es zum Glossar...

 

Neuer KurzVerriss: ERM in Krisenzeiten

 
 

Armin L. Rau, Geschäftsführer bei einem deutschen Tochterunternehmen der Zeitarbeitsfirma Manpower, Jefferson Wells, schreibt über ERM in Krisenzeiten. Der überschaubare Text formuliert als Eingangsthese steigende Anforderungen an die Unternehmensführung. Der Autor leitet aus der Entwicklung des GmbH-Gesetzes über zum Deutschen Corporate Governance Kodex, der ein Risikomanagement und Risikocontrolling fordert. So weit, so bekannt, so banal.

Die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften komme ohne ein professionelles ERM nicht aus. Dadurch würde auch der Shareholder Value durch eine erhöhte Profitabilität gesteigert. Der Autor ist der Auffassung, dass sich externe Faktoren weitgehend dem Risikomanagement entzögen und man sich darum auf interne Faktoren (gemeint sind von ihm hier Prozesse, Finanzberichterstattung und die Einhaltung von Vorschriften) für eine Kontrolle fokussieren müsse.

Wir geben es zu, wir haben die Überschrift falsch verstanden. Wir dachten ernsthaft, etwas über ERM in Krisenzeiten zu hören…

KurzVerriss lesen...

 

Interne Revision im Krankenhaus

 
 

Die Krankenhausrevision ist die interne Revision eines Krankenhauses und unterstützt die Leitung des Krankenhauses bei deren Verpflichtung, die Ordnungsmäßigkeit des gesamten Geschäftsablaufs durch zweckmäßige Kontrollen sicherzustellen. Sie erbringt unabhängige und objektive Prüfungs- und Beratungsleistungen, die darauf gerichtet sind, Mehrwerte zu schaffen und Geschäftsprozesse zu verbessern.

So weit, so bekannt. Das Gesundheitswesen steht unter Druck; alt bekannt ist der Kostendruck, der die Krankenhäuser schon lange mit ungeahnter Wucht trifft und sie auf strenge Wirtschaftlichkeit verpflichtet. Im Zuge einer zunehmenden Privatisierung des Gesundheitswesens - privatwirtschaftliche Organisationsformen wie AG und GmbH - gewinnt die Frage nach der Haftung des Geschäftsführers und Vorstands an Bedeutung.

Damit einher geht die Frage, wie sich Korruption und Wirtschaftskriminalität verhindern lassen, die einem Vorstand schnell den Job kosten können, siehe ganz aktuell das Beispiel Deutsche Bahn. Aus Gesprächen mit Vorständen von Krankenhäusern wissen wir, dass hier auch hinsichtlich der Sensibilisierung einiges im Argen liegt.

The AuditFactory unterstützt die oftmals in Krankenhäusern aufzufindende Kleinrevision durch ihre Spezialisten. Neben der Möglichkeit, knappe Kapazitäten kurzfristig aufzustocken, können Spezialthemen wie Baurevision, Treasury und IT-Revision durch uns übernommen werden. Die Durchführung von Sonderuntersuchungen, bei denen wir, anders als einige der Wettbewerber, keine verbrannte Erde hinterlassen, gehört dabei ebenfalls zu unseren Aufgaben.

Unten aufgeführt finden Sie einige Links zu diesem Thema. Anschließend stellen wir Ihnen als Best Practice Beispiel die Innenrevision des Heidelberger Klinikums vor - klein aber oho. Im Forum Interne Revision haben wir ein Kurzinterview mit dem Leiter der Innenrevision für Sie zu lesen.

Mehr zum Thema:

Überblick zum Inhalt unseres White Papers 'Krankenhausrevision' Version 2.0

Wikipedia-Artikel von TAF

Unser Angebot im Detail

 

Klein aber oh Gott oder können Kleinrevisionen professionell sein?

 
 

Heidelberg gilt als eine der schönsten Städte Deutschlands. Das harmonische Ensemble von Schloss, Altstadt und Fluss inmitten der Berge inspirierte bereits die Dichter und Maler der Romantik und fasziniert auch heute Millionen von Besucherinnen und Besuchern aus aller Welt. Für jeden japanischen Touristen ist ein Abstecher zum Schloss Pflicht.

Die Stadt der ältesten Universität Deutschlands (1386 gegründet) blickt auf eine über 800-jährige Geschichte zurück. Die Interne Revision des Klinikums Heidelberg ist nicht ganz so alt. Sie besteht aus 2,5 MAK (Mitarbeiterkapazitäten) und stellt nach unserer Auffassung ein Beispiel für Best Practice dar. Warum glauben wir das?

Nicht nur im Intranet, sondern auch im Internet stellt sich die Interne Revision in sehr ausführlicher Form vor. So sind nicht nur die Geschäftsordnung, sondern auch viele weitere Grundlagen für die Tätigkeit der Innenrevision dort einsehbar:

  • Revisionshandbuch
  • Aufgaben der Innenrevision
  • Kodex der Berufsethik
  • Geschäftsordnung der Innenrevision
  • Durchführung einer Prüfung
  • Stellenbeschreibungen

Inhaltlich sind nicht alle dieser veröffentlichten Inhalte standardkonform bzw. sicherlich modernisierbar. Wichtig ist aber, dass sie überhaupt veröffentlicht werden. Immer wieder stellen wir fest, dass durch die Schaffung von Transparenz zum Revisionsprozess Vorbehalte oder sogar Ängste bei den Geprüften abgebaut werden. Gerade in Zeiten wie den heutigen ist dies wichtig...

Besonders hervorheben wollen wir, dass die Innenrevision die Ergebnisse der Kundenbefragungen veröffentlicht. Unserer Kenntnis nach werden diese Befragungen von den meisten Revisionsabteilungen überhaupt nicht durchgeführt, und wenn, dann nicht veröffentlicht.

Hinsichtlich der Fragenkreise kann man sicherlich mehr und detaillierter abfragen, aber der Ansatz ist überzeugend. Es zeigt sich hier, dass auch eine Kleinrevision sich professionell aufstellen kann und in Grundzügen ein Qualitätsmanagement umsetzen kann, das viele größere Abteilungen nicht umsetzen.

Weiterführende Infos:

Internetauftritt der Innenrevision

 

Auszug aus dem Kurzinterview mit Ulrich Hannemann

 
 

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa.
Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit 1.600 Betten werden jährlich rund 500.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.100 angehende Ärzte in Heidelberg.

 

Wie lange hat das Universitätsklinikum Heidelberg bereits eine Interne Revision?

A: Lange Jahre bestand eine gemeinsame Innenrevision der Universität und des Universitätsklinikums Heidelberg. Im Zuge einer Rechtsformänderung wurde beim Universitätsklinikum zum 1.1.1998 eine eigenständige Innenrevision etabliert.

 

Was sind die Besonderheiten einer Internen Revision im Krankenhaus?

A: Die Prüffelder sind sehr unterschiedlich. Neben klassischen Prüfungen der Finanzbuchhaltung, des Einkaufs, der Personalkosten sind beispielsweise auch die Patientenabrechnung, die Dokumentation der Leistungen und die Einhaltung von Aufzeichnungspflichten (z.B. Betäubungsmittel) zu untersuchen.

 

Wie qualifizieren Sie sich und Ihre Mitarbeiter? Welche Rolle spielt dabei das CIA-Examen?

A: Fortbildung ist für Revisoren unerlässlich und wird beim Universitätsklinikum Heidelberg gefördert und gefordert. Neben Seminaren verschiedener Anbieter nehmen die Revisoren auch an Tagungen und Arbeitskreisen teil.

Das CIA-Examen spielt beim Universitätsklinikum Heidelberg hingegen bisher keine Rolle. Zunehmend legen aber Kolleginnen und Kollegen aus anderen Krankenhäusern das Examen ab.

 

Warum hat sich die Interne Revision entschieden, so offensiv nicht nur im Intranet, sondern auch im Internet aufzutreten?

A: Derzeit leite ich den Arbeitskreis „Interne Revision im Krankenhaus“ beim Deutschen Institut für Interne Revision. Es ist mir ein wichtiges Anliegen den Beitrag der Internen Revisionen zur Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Betriebsabläufe bekannt zu machen und das Image der Revisionsabteilungen zu verbessern. Darüber hinaus halte ich transparente Abläufe für sehr wichtig.

 

Das vollständige Interview lesen Sie im Forum Interne Revision.

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info@auditfactory.de

verantwortlich für den Inhalt dieses Newsletters:
Elmar Schwager
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Senior Auditor sucht neue Herausforderungen als Senior Internal Auditor in einer kleineren oder mittleren Internen Revisionsabteilung.

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Faktorenkomplexe doloser Handlungen

Was ist ein Anti-Fraud-Management-System?

Einrichtung und Evaluierung von AFM-Systemen

Stichworte im Glossar: 110

Neu aufgenommen:

Interview mit Ulrich Hannemann

Formale Grundlagen

Gehalt von Internen Revisoren

Tipps für Bewerber