The AuditFactory Newsletter 02/09
 

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dies ist der Newsletter von The AuditFactory mit aktuellen Informationen zu Themen aus dem Bereich Internal Audit und Forensic Services.

 
  Inhaltsübersicht:
   
Externalisierung von Kontrollen im Bauwesen
TAF Chief Audit Executives Network
Das TAF-Netzwerk konkret: Friedhelm Kremer
Neues aus dem Forum Interne Revision
TAF in der Presse: Handelsblatt
Bank Verlag publiziert neue Fachzeitschrift
FraudFighter: Stuttgarter Rechnungsprüfer scannten Mitarbeiter
Interim Management
 
 

Externalisierung von Kontrollen im Bauwesen

 
 

In vielen Industrie- und Handelsunternehmen ist es trotz einer intern vorhandenen Planungs-oder Bauabteilung üblich, zusätzlich externe Dienstleistungen zur Abwicklung der eigenen Bauvorhaben in Anspruch zu nehmen. Die Gründe hierfür sind im Wesentlichen:

  • Stark reduzierte Ressourcen durch Lean Management
  • Bauen ist keine Kernkompetenz des Unternehmens
  • Kostenvorteil im Vergleich zum eigenen Mitarbeiter
  • Abdeckung von Spitzen bei zeitlich gehäufter Bautätigkeit
  • Abdeckung von fehlendem Know How

Während sich die externen Leistungen bislang hauptsächlich auf Teile der Planungs- und Bauleitungsaktivitäten bezogen, ist durch die weitere Reduktion der Eigenleistungen eine Verschiebung auf nahezu alle Bereiche des Abwicklungsprozesses eingetreten.

Das heißt, an die Stelle des internen Mitarbeiters tritt je nach Leistung nun ein externer Mitarbeiter. Dies betrifft auch so sensible Bereich wie den Einkauf (z.B. den Vergabeprozess) oder das Rechnungswesen (z.B. die Rechnungsprüfung) als Teil des Abwicklungsprozesses.

Die von uns geprüften Unternehmen sind sich dabei nicht bewusst, dass durch diese Umstände zusätzliche Schnittstellen entstehen, die ohne zusätzliche Maßnahmen zu Schwachstellen und Risiken führen und so das grundsätzlich ohnehin vorhandene Risikopotential noch erhöhen.

Klicken Sie hier für den vollständigen Text...

 

TAF Chief Audit Executives Network

 
 

Die Gründung unseres Netzwerks geht in die nächste Runde. Nach der überraschend positiven Resonanz innerhalb unseres Netzwerkes werden wir die Liste der Teilnehmer in den kommenden zwei Wochen schließen. Eventuelle Nachrücker werden dann auf eine Warteliste gesetzt, die beim Ausscheiden oder Nicht-Erscheinen von Teilnehmern nachrücken können.

Im nächsten Schritt werden wir die Grundzüge für das konstituierende Treffen erarbeiten. Hierbei wird es neben einem ersten fachlichen Input zu revisionsspezifischen Themen einen Entwurf für die Regeln der Zusammenarbeit geben sowie natürlich um die Themen, die bearbeitet werden sollen.

Das Netzwerk ist keine teure Weiterbildungsveranstaltung, sondern die Möglichkeit einer intensiven, vertraulichen und gemeinsamen Arbeit an strategischen Themen, die für Chief Audit Executives von Bedeutung sind. Die Teilnehmerzahl ist auf ca. zwanzig Personen begrenzt, um effektiv arbeiten zu können.

Die bislang vorhandene Mischung der Branchen verspricht einen interessanten Input. Neben Industrie und Maschinenbau sind kommunale Versorger, NGOs, Chemieunternehmen und Autobauer vertreten.

Bei Fragen zu diesem Chief Audit Executive Network stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Das TAF-Netzwerk konkret: Friedhelm Kremer

 
 

Friedhelm Kremer ist ab März 2009 Senior Manager Internal Audit, Projektleiter und Interimsmanager für den Bereich Interne Revision von The AuditFactory.

Er hat ca. dreißig Jahre in der Internen Revision, Wirtschaftsprüfung und im Controlling gesammelt und besitzt umfassende Erfahrungen in der Leitung mittelgroßer Revisionsabteilungen (bis sieben Mitarbeiter). Er hat verschiedene Funktionen in einzelnen Fachthemen ausgeübt, wie zum Beispiel: SOX, Due Diligence, Joint Ventures, etc.

Seine berufliche Laufbahn begann als Controller in einer Versicherung. Hierbei war er verantwortlich für die Konzeption neuer Controllingsysteme, Abweichungsanalysen und Teilnahme am Planungsprozess sowie die Beurteilung von Investitionen. Nach sechs Jahren wechselte er in die Interne Revision einer Versicherung, wo er für die  Analyse des Internen Kontrollsystems in verschiedenen Niederlassungen verantwortlich war. Außerdem verantwortete er die Themenbereiche Vertrieb, Marketing, Finanzen und Rückversicherung

Im Anschluss daran war er für die Treuhand, bzw. deren Nachfolgeorganisation BvS als Lead Auditor und Head of Central Reporting verantwortlich für IKS-Themen zu betreuender Gesellschaften. Er hat die Privatisierung und Restrukturierung verschiedenster Gesellschaften betreut, Unternehmen und Investitionsvorhaben bewertet und neue Controllingkonzepte entwickelt.

Danach Wechsel in die Privatwirtschaft als Head of Internal Audit Europe, Branche: Bau. Das Unternehmen machte drei Mrd. Euro Umsatz und beschäftigte 12.000 Mitarbeiter. In der Internen Revision arbeiteten sieben Mitarbeiter. Die Aufgaben von Herrn Kremer dort waren die Erneuerung der Abteilung hin zu einer modernen System- und Prozessorientierung sowie der Aufbau der IT-Audit-Gruppe. Neben der Verantwortung für Corporate Governance-Aufgaben waren Due Diligence Aktivitäten ein Kernpunkt seiner Tätigkeit.

Danach Wechsel in ein Industrieunternehmen, erneut als Head of Internal Audit Europe, mit 1,8 Mrd. Euro Umsatz und 4.500 Mitarbeitern. In der Revision arbeiteten sechs Mitarbeiter. Herr Kremer hat die Revision für die gesamte europäische Gruppe des Konzerns etabliert, war verantwortlich für SOX-Aktivitäten mit den Themen Dokumentation, Walkthrough und Testing. Er hat das Risikomanagement in den europäischen Tochtergesellschaften etabliert und unterstützte bei der Implementierung von IFRS.

Erfahrungen:

  • Trainer für Due Diligence Themen im M & A-Prozess
  • Trainer für die Themen Prozessmanagement, Prozessrevision sowie Treasury
  • Fachautor zu zahlreichen Revisionsthemen
  • Leiter eines Arbeitskreises beim Deutschen Institut für Interne Revision

Projektbeispiele

  • Europa Verantwortlichkeit für J(SOX) Projekt von Dokumentation bis zum Testing (Walkthrough, Testing, Remediation)
  • Etablierung eines Balance Score card Ansatzes in verschiedenen Regionen
  • Due Diligence, Gründung  und Steuerung von neuen Beteiligungsgesellschaften und Joint-Ventures
  • Europaweite Etablierung eines Compliance Managements
  • Verantwortlichkeit für Jahr 2000 Projekt
  • Begleitung von Restrukturierungs- und Sanierungsprozessen

Link zum Porträt im Internet

 

Neues aus dem Forum Interne Revision

 
 

Im Forum Interne Revision, dessen Zugriffszahlen in den ersten zwei Monaten des Jahres 2009 erfreulich angestiegen sind, haben wir die Stichworte des Online-Lexikon auf 100 erhöht. Weitere Stichworte werden folgen, klicken Sie mal rein.

Wir freuen uns über Anregungen hinsichtlich fehlender Stichworte oder Themen; schreiben Sie uns.

Hier geht es zum Forum Interne Revision...

Hier geht es zum Glossar...

 

TAF in der Presse: Handelsblatt

 
 

Das Handelsblatt zitiert Elmar Schwager, Geschäftsleitung von The AuditFactory, in einem Beitrag zum Thema Compliance Officers.

Der Text legt einen Schwerpunkt bei der Affäre, dessen Urheber mittlerweile am liebsten alles begraben sehen würde, nämlich Siemens. Es werden in diesem Artikel die möglichen Aus- und Weiterbildungsangebote für Compliance Officers diskutiert. Die Vorschläge der befragten Experten reichen von Ein- bis hin zu Mehrtagesschulungen, Seminaren, Praktika bei den Strafverfolgern und vielem mehr.

Wir nehmen die Rolle des Rufers in der Wüste ein. Ein CCO ist also so eine Art Übermensch, der im Auftrag der Unternehmensorgane rechtswidriges Verhalten verhindern soll. So weit, so gut.

Ist das realistisch? Kann er mehr tun, als zentrale Vorgaben machen, informieren, beraten und ähnliches? Ist es nicht vielmehr so, dass die Vorstellung einer internationalen Task Force allenfalls von großen Konzernen umgesetzt wird und werden kann, und auch oftmals nur, weil es eben relevante Vorgänge gab? Siemens hat unter dem Druck der SEC ein Riesenprogramm gestartet, das bereits jetzt wieder über eine Entschärfung der Regelungen zurückgefahren wird. In ein paar Jahren wird dieser Riesenapparat auch nicht mehr so aussehen wie heute. Im Mittelstand wird diese Compliancehysterie eher belächelt, was uns den Mittelstand nicht unsympatisch macht.

Allerdings gibt es auch dort Themen, die man nicht ignorieren sollte, weil sie dem Ruf abkömmlich sind, selbst wenn man nicht an der Börse notiert sein sollte, oder auch weil sie einfach viel Geld kosten können. Insofern muss der Mittelstand wachsam sein, seine Zögerlichkeit ein Stück weit aufgeben und sich das aus dem großen Kuchen Compliance herauspicken, was ihm schmeckt und ihm auch gut tut.

Im übrigen zeigt die aktuelle Berichterstattung, dass sich so mancher Compliance-Guru derzeit selbst demontiert. Wer sich in der Vergangenheit nicht nur demonstrativ, sondern geradezu aggressiv als Vorkämpfer gegen Korruption positionierte, muss mit umso heftigeren Reaktionen rechnen, wenn die Fassade Risse bekommt und zu bröckeln beginnt. Ein leiserer Auftritt verhindert Schadenfreude, die der eine oder andere sicherlich nicht unterdrücken will. Es ist schade, dass offensichtliche handwerkliche Fehler dazu führen können, das Thema Korruptionsbekämpfung insgesamt zu diskreditieren. Das dürfen wir als Interne Revisoren auch nicht zulassen.

Zum Artikel des Handelsblatts...

 

Bank Verlag publiziert neue Fachzeitschrift

 
 

Der Bank Verlag bringt zum Februar 2009 eine neue Publikation heraus. Die Zeitschrift heißt Risk, Compliance & Audit (RC&A) und ist das offizielle Organ der Risk Management Association e.V. (RMA), des Berufsverbandes der Risikomanager in Deutschland.

Die Zeitschrift wird den Mitgliedern der Risk Management Association e.V. zugestellt und erscheint zweimonatlich als kostenlose Abobeilage der Fachzeitschrift RISIKO MANAGER. Die Kosten für ein Jahresabo liegen bei 96 Euro, für Mitglieder des RMA bei 72 Euro. Die Startauflage liegt bei lediglich 1.200 Exemplaren und dürfte vom Verlag darum eher vorsichtig eingeschätzt worden sein. Ein Leseexemplar lag uns zum Zeitpunkt der Versendung des Newsletters noch nicht vor, wir reichen einen ersten Eindruck vom Magazin aber noch nach, wenn die Redaktion ihr Wort hält.

Die redaktionellen Schwerpunkte liegen auf den Segmenten Corporate Governance, Risikomanagement, Betrugsbekämpfung/Compliance sowie Interne Revision. Fachlich wird die Redaktion durch Mitarbeiter der Frankfurt School of Finance & Management unterstützt, die bislang durch eine gewisse Bankenlastigkeit aufgefallen ist. Insofern bleibt es abzuwarten, ob der Anspruch, auch für Revisoren aus der Industrie interessant zu sein, eingelöst werden kann.

Der Leserkreis der RC&A soll sich nach Angaben der Chefredaktion auf die Bereiche Risikomanagement, Credit Management, Compliance, Qualitätsmanagement sowie strategisches und operatives Controlling konzentrieren. Aber auch den Kollegen aus der Internen Revision soll das Heft schmackhaft gemacht werden.

Wir begrüßen den Wettbewerb zu den etablierten Magazinen, die nach unserem Eindruck streckenweise inhaltlich und qualitativ nicht über eine Haus- und Hof-Postille herausgekommen sind und drücken dem Magazin die Daumen. Der Verlag allerdings sollte sich schleunigst darum kümmern, auf seiner Internetseite mehr Informationen zum Thema sowie eine Möglichkeit zur Anforderung eines Probeexemplars bereitzustellen. Das wäre schon mal ein guter Anfang.

Link zum Verlag

 

FraudFighter: Stuttgarter Rechnungsprüfer scannten Mitarbeiter

 
 

Jetzt hat auch die Stadt Stuttgart ihren eigenen Datenskandal. Wie bekannt geworden hat, hat das Rechnungsprüfungsamt der Stadt im Kampf gegen Korruption 1600 von 17.000 städtischen Mitarbeitern überprüft. Der Abgleich wurde, so die Presse, ohne das Wissen der Beschäftigten und ohne Verdachtsmomente durchgeführt. Der Gesamtpersonalrat hatte das Vorgehen als Verstoß gegen das Landesdatenschutzgesetz bezeichnet.

Der Landesdatenschutzbeauftragte und das Regierungspräsidium Stuttgart prüfen den Fall. Der Stuttgarter OB Schuster war nach eigenen Angaben von dem Datenabgleich nicht informiert und hatte sich davon distanziert.

Nicht geplant ist eine Einflussnahme auf die Prüfer. Das Rechnungsprüfungsamt hatte sein Vorgehen unter anderem damit verteidigt, dass das eingesetzte Software-Programm auch von führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften angewandt werde. Wir erinnern uns, dass in diesem Zusammenhang ein Schreiben der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC publik geworden ist, in dem unter anderem mit einem Hinweis auf einen Newsletter des ACFE der Datenabgleich begründet worden ist. Ein Beleg, der das fragwürdige Vorgehen der Bahn nicht rechtmäßiger und besser machte…

"Wir haben bei diesem Verfahren die datenschutzrechtlich erforderliche Abwägung zwischen dem berechtigten Interesse der Stadt bei der Korruptionsprävention und den schutzwürdigen Belangen der Mitarbeiter getroffen", so der Leiter des Rechnungsprüfungsamtes, Manfred Blumenschein, in einer Pressemitteilung. "Das praktizierte Verfahren des Rechnungsprüfungsamt wird von Wirtschaftsprüfern empfohlen." Und weiter: "Wir haben die Daten zu keiner Zeit nach außen gegeben."

Immerhin versteht man sich in Stuttgart besser darauf, mit dem Vorgang umzugehen: Man setzte eine Projektgruppe ein, man kommunizierte sofort nach außen und man will zukünftige Abläufe zur Korruptionsvermeidung festlegen. Man darf gespannt sein, was am Ende dabei herauskommt.

Was dabei herausgekommen ist, liegt auf der Hand: Auch der dümmste Wirtschaftskriminelle weiß nun, dass er lieber nicht auf das Lohn- und Gehaltskonto Überweisungen vornehmen lässt, sondern ein anderes Konto dazu nutzt. Aber das scheinen die Kollegen Kriminellen bereits gewusst zu haben, denn weder bei der Bahn, noch jetzt in Stuttgart scheinen nennenswerte Ergebnisse vorzuliegen. Wie sagte Shakespeare in anderem Zusammenhang? Viel Lärm um… kein Resultat.

 

Interim Management

 
 

Interim Management (lateinisch ad interim „unterdessen, einstweilen“) oder auch Management auf Zeit (MAZ) ist eine befristete Art der Übernahme von einzelnen Stabs- oder Linienfunktionen durch einen Unternehmensexternen. Ursachen für die Übernahme können ein Wechsel des ursprünglichen Stelleninhabers, die Notwendigkeit einer Umstrukturierung des betroffenen Bereichs oder auch eine Modernisierung sein.

Seit einigen Jahren schon ist die Besetzung von Top-Management-Stellen unterhalb der Vorstandsfunktion, zu denen ja auch die Interne Revision gehört, schwerer geworden. Neben einem Mangel an erfahrenen und qualifizierten Mitarbeitern machen die in Krisenzeiten nur teilweise mobilen und wechselwilligen Bewerber die Besetzung für ein Unternehmen oftmals schwer.

The AuditFactory bietet Ihnen die Übernahme der Leitungsfunktion für die Interne Revision im Unternehmen in Form eines Interim Management an. Unsere Interimmanager verfügen über langjährige Erfahrung in der Internen Revision und verwandten Gebieten.

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verantwortlich für den Inhalt dieses Newsletters:
Elmar Schwager
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