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Qualitätsmanagement in der Internen Revision

Mehr als nur die Standards: Einführung und Verbesserung von Qualitätsmanagement-Systemen in der Internen Revision


Die Erwartungshaltung an die Internen Revision unterliegt zurzeit einem dynamischen Wandel. Interne und externe Stakeholder formulieren laufend neue und weitergehende Anforderungen. Der Motor für den Wandel der externen Anforderungen ist im Wesentlichen die Diskussion um den Themenbereich Corporate Governance. Neben Berufsverbänden, Kommissionen und Organisationen greift auch der Staat immer häufiger in die Diskussion ein oder konkretisiert seine Anforderungen durch einschlägige Gesetze.

In diesem Rahmen ist zu beobachten, dass das öffentliche Bewusstsein hinsichtlich der Bedeutung der Internen Revision für den Unternehmenserhalt und seinen Erfolg wächst. Wurde eine Interne Revision anfangs meist nur impliziert, so wird sie zunehmend auch explizit in Gesetzen und Empfehlungen genannt.

Veränderte Anforderungen an die Interne Revision

Nicht zuletzt durch den externen Druck wandeln sich auch die internen Anforderungen an die Interne Revision. Zurzeit ist der interne Veränderungsdruck, den Interne Revisionen spüren, im Allgemeinen noch geringer als der externe. Aber die ersten Signale für eine merkliche Beschleunigung der Veränderung des internen Anforderungsprofils sind bereits wahrzunehmen:

  • Budget- und Kapazitätsreduzierungen in Internen Revisionen
  • Zwang zu effizienterer Prüfungsdurchführung in allen Teilphasen
  • Stärkere Kundenorientierung in der Themenwahl und Präsentation
  • Externe Besetzung der Leitungsfunktionen, vor allem der Chief Audit Executive Position
  • Anstieg der Out- und Co-Sourcing-Quote

Eine Interpretation dieser Signale spricht dafür, dass sich aus Sicht der Entscheidungsträger in der Organisation einige Interne Revisionen dem Veränderungsdruck nicht ausreichend stellen.


Die neue Rolle der Internen Revision in drei Punkten zusammengefasst: 

  • Das Dienstleistungsportfolio wird erweitert: Die Zeiten, in denen sich die Arbeit der Revision auf Ordnungsmäßigkeitsprüfungen beschränkte, sind endgültig vorbei. Die Assurance-Aktivitäten der Internen Revision umfassen die Bereiche Internal Control, Risikomanagement und Governance. Zusätzlich rücken Beratungsleistungen (Consulting) in das Dienstleistungsportfolio der Internen Revision auf und werden auch von ihr eingefordert.
  • Das Selbstverständnis einer Internen Revision verändert sich: Sie hat die für ihre Arbeit wesentlichen Kunden zu identifizieren und muss sich daran messen lassen, inwieweit sie in der Lage ist, die Erwartungen der Kunden zu erfüllen, im ausreichenden Umfang Mehrwert (Added Value) zu generieren und aus Sicht der Kunden eine qualitativ hochwertige Dienstleistung zu erbringen.
  • Die Erwartungshaltung der Stakeholder erhöht sich signifikant: Die Akzeptanz der Internen Revision hängt bereits heute erheblich davon ab, inwieweit sie ihre eigenen Bewertungsmaßstäbe selbst auch erfüllt. Als unabhängige Instanz innerhalb einer Organisation bewertet die Interne Revision die Prozesse und Abläufe anderer Einheiten. Ihre Empfehlungen werden umso leichter angenommen, je höher die Qualitätsstandards sind, denen ihre eigenen Prozesse und Abläufe folgen.

Die neuen Anforderungen betreffen also die Produkte, Kunden, Struktur und Prozesse der Internen Revision. Dabei handelt es sich genau um die Komponenten, deren Optimierung das zentrale Anliegen von Qualitätsmanagementsystemen ist.

Diese Erkenntnis hat dazu geführt, dass The Institute of Internal Auditors (IIA) seit der Überarbeitung der „Grundsätze für die Berufliche Praxis der Internen Revision“ im Jahre 2001 ein funktionierendes Qualitätsmanagementsystem für Interne Revisionen zum verpflichtenden Standard erklärt hat. Es fordert eine regelmäßige interne und externe Auditierung des Systems.

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